TextQuest - Software

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Historisches

Wie viele Programme hat auch TextQuest eine lange Geschichte. Die ersten Überlegungen wurden 1981 gemacht und am Rechenzentrum der Westfälischen-Wilhelms-Universität in Münster umgesetzt. Die Programmiersprache war PL/1, der Computer eine IBM 3032 unter MVS. Als Programmname wurde INTEXT als Acronym für Inhaltsanalyse von Texten gewählt. 1986 wurde die erste Lehrveranstaltung am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaften angeboten, die computerunterstützte Inhaltsanalyse hieß. 1987 wurde das Programm auf der SoftStat Konferenz vorgestellt, und viele Teilnehmer wollten wissen, wann es denn eine Version für PCs gäbe.

Ein Jahr später war INTEXT/PC fertig, und in den nächsten Jahren wurden weit über 100 Lizenzen weltweit verkauft. Dazu war es allerdings notwendig, den kompletten Sourcecode von PL/1 nach C umzuschreiben, um die Algorithmen und Datenstrukturen beibehalten zu können. INTEXT wurde zügig weiter entwickelt, und bis 1998 erreichte die Version die Nummer 4.1. Das Zeitalter von MS-DOS war schon einige Jahre vorher zu Ende gegangen, und die Nachfrage nach einem INTEXT für Windows stieg. Ein Programm dieses Namens gibt es aber bereits, so dass ein neuer Name gefunden werden musste. Die Wahl fiel auf TextQuest, eine entsprechende Wortmarke wurde vom Deutschen und Europäischen Markenamt erteilt.

Wieder musste die Programmiersprache gewechselt werden, und TextQuest sollte nicht nur unter MS-Windows, sondern auch unter anderen graphischen Benutzeroberflächen laufen. Die Portabilität wurde mit der Verwendung von C++ und WxWidgets sicher gestellt. 1999 wurde die erste Version verkauft, und das Programm wird ständig erweitert. 2002 wurde das Lesbarkeitsmodul komplett neu geschrieben und von 8 Formeln für zwei Sprachen auf 68 Formeln für sieben Sprachen erweitert.

In der Version 2.0 wurde das Design erneuert. Ein Menu Ergebnisse wurde eingefügt, und jede Ergebnisdatei kann mit einem Editor aufgerufen werden. Auch Sortierfunktionen für Wörterlisten kamen hinzu.

Ein Kategorienmanager und ein Modul zum Vergleich mehrerer Vokabulare  kamen in Version 3.0 hinzu. Der Kategorienmanager erlaubt die interaktive Erstelllung eines Kategoriensystems auf der Basis von Vokabularen, aber auch von nicht codierten Texteinheiten: damit ist die Codierung von Antworten auf offene Fragen sehr einfach.

Die Version 4.0 erschien im Oktober 2010 für Windows und MacOS X, eine Linux-Version ist in Vorbereitung.